Stottern beim Kind
Das müssen Eltern wissen

Kinder, die stottern, leiden unter einer Störung des Redeflusses. Der Sprechablauf der betroffenen Kinder ist gekennzeichnet von häufigen Unterbrechungen, Laut-/Silben- und Wort-Wiederholungen.

Stotternde Kinder leiden vor allem in Stresssituationen mit hohem Nervositäts-Faktor unter diesen Symptomen. Zeitweise kann ein betroffenes Kind komplett symptomfrei sein.

Stottern: Die wichtigsten Symptome

Die Symptome der Störung sind in primäre und sekundäre Symptome zu differenzieren:

  • Primäre Symptome des Stotterns: Wiederholungen, Verlängerungen, stumme oder hörbare Blockaden, wiederholte Interjektionen
  • Sekundäre Symptome des Stotterns: Vermeidungs- und Fluchtverhalten des stotternden Kindes

Auch die inneren Symptome der Stotterer dürfen nicht vernachlässigt werden. Dazu gehören u. a. negative Gefühle, Scham und Minderwertigkeitskomplexe.

Stottern

Zum eigentlichen Krankheitsbild des Stotterns kommt hinzu, dass Stotterer nicht selten auch in ihrem Umfeld (z. B. in der Schule) unter ihrem Stottern zu leiden haben. Ausgrenzung, Mobbing und die Entstehung von Sprechängsten sind nur einige Begleiterscheinungen, unter denen ein stotterndes Kind häufig zu leiden hat.

Doch die moderne Medizin ist durchaus in der Lage, das Stottern erfolgreich zu therapieren. Auch wenn Stottern nicht als komplett heilbar gilt, ist für die Betroffenen mit einer entsprechenden Therapie ein normales Leben möglich, da das Stottern mit der geeigneten Therapiemethode minimiert wird bzw. besser kontrolliert werden kann.

Grundsätzlich lassen sich verschiedene Formen des Stotterns unterscheiden: das idiopatische Stottern und das Stottern mit bekannter psychischer oder physischer Ursache. In jedem Fall kommt es beim Stottern aber zu einer Störung der Verarbeitungsstruktur im Gehirn der betroffenen Kinder. Die genaue Ursache ist aber nach wie vor nicht abschließend geklärt.

Stottern: Therapie-Wege und Perspektiven

Nicht alle Betroffenen stottern auf dieselbe Weise, das Stottern ist in seiner spezifischen Ausprägung individuell. Stottern muss daher stets in individueller Abstimmung mit der spezifischen Diagnose, den vorhandenen Symptomen und dem Kind selbst therapiert werden.

Die moderne Stottertherapie umfasst verschiedene Ansätze. Während der Modifikations-Ansatz vor allem eine Verhaltens-Therapie für sinnvoll erachtet, orientiert sich der sprechtechnische Ansatz auf das Erlernen einer "neuen" Sprechweise ab – zum Beispiel durch Üben von Tongebung, Atemtechnik, rhetorischer Aspekte und einem klangvolleren Sprechen während der Stottertherapie.

Der mentale Ansatz versucht, dem Stotterer das Sprechen ohne negative Gefühle und in geordneten Bahnen natürlich zu vermitteln. Ziel dieser Methode ist, dass stotternde Kinder die alten Strukturen "überlernen".

Darüber hinaus gibt es noch einige andere Ansätze der Stottertherapie, die vor allem Teilaspekte wie Stimmgebrauch, Klangerzeugung und Atemtechnik fokussieren. Inwieweit Hypnose in der Lage ist, das Stottern dauerhaft erfolgreich zu therapieren, ist wissenschaftlich stark umstritten. Viele Betroffene profitieren auch von der Aktivität in Selbsthilfegruppen.

Stottertherapie für Kinder und Jugendliche: Das können Eltern gegen das Stottern tun

Grundsätzlich gilt: Stottern ist (wie viele Sprach- und Sprechstörungen) therapierbar. Stotternde Kinder benötigen in jedem Fall eine entsprechende Therapie. Welche Methode für das Kind geeignet ist, ergibt sich aus der präzisen Diagnose. Neben einer ambulanten Therapie und der Aktivität in Selbsthilfegruppen kann auch eine stationäre Reha in einer entsprechenden Fachklinik einen bemerkenswerten Fortschritt beim Kind bewirken, denn während des Klinikaufenthalts arbeiten betroffene Kinder und Eltern intensiv und gezielt mit den Therapeuten zusammen.

Wenn Sie nach einer Fachklinik für Stottertherapie suchen, wissen Sie mit EUBIOS einen erfahrenen Partner an Ihrer Seite. Unsere Spezialisten behandeln seit vielen Jahren erfolgreich Kinder und Jugendliche mit verschiedensten Sprach- und Sprechstörungen. Natürlich werden die Eltern des stotternden Kindes zu jeder Zeit aktiv in die Therapie integriert – auch ein begleiteter Aufenthalt ist möglich.

Sie haben Fragen zum Thema Stottern, planen eine Reha für Ihr Kind oder möchten mehr über unsere Klinik erfahren? Ihre Fragen können Sie telefonisch oder via Kontaktformular an uns richten.

Unsere Mitarbeiter freuen sich auf Ihre Anfrage und sind gern für Sie da.

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